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BMX · Skate

BMX- und Skaterhelm für Kinder und Jugendliche im Vergleich

Hartschale, Fullface oder Skater-Look: BMX- und Skaterhelme für Kinder und Jugendliche mit Norm-Einordnung.

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Kurz beantwortet

Für BMX und Skatepark gilt in Europa die EN 1078, die Fahrrad-, Skateboard- und Rollschuhhelme abdeckt. Die EN 1385 betrifft dagegen Kanu- und Wildwasserhelme. Mehrfachaufprall verlangt nur der US-Standard ASTM F1492 für Skateboard-Helme. Bei Kindern zählen Passform und geringes Gewicht, bei häufigen Stürzen ein Fullface-Helm mit abnehmbarem Kinnbügel.

Redaktion Fahrradhelm-GuideAktualisiert am 3. November 2026So vergleichen wir5 Modelle verglichen* Affiliate-Links
Inhalt
  1. BMX- und Skaterhelm: was ist anders als beim Fahrradhelm?
  2. Hartschale, Mehrfachaufprall und Norm
  3. Kinder und Erwachsene: wo die Unterschiede liegen
  4. Vergleichstabelle: BMX- und Skaterhelme auf einen Blick
  5. Worauf es bei BMX- und Skaterhelmen ankommt
  6. Die Modelle im Einzelnen
  7. Fullface für Kinder: wann lohnt sich der Kinnschutz?
  8. So prüfst du die Norm im Helm
  9. Ein Helm für alles oder getrennte Helme?
  10. Nach dem Sturz: Helm ersetzen
  11. Pflege und Haltbarkeit im Skatepark-Alltag
  12. Für wen welcher Helm?
  13. Größe und Passform
  14. Was externe Tests sagen

BMX- und Skaterhelm: was ist anders als beim Fahrradhelm?

Ein BMX- oder Skaterhelm sieht oft kompakter aus als ein Alltagshelm und hat meist eine Hartschale. Wichtiger als die Optik ist die Norm. Für Fahrradhelme gilt in Europa die EN 1078. Ihr Titel lautet „Helme für Radfahrer und für Benutzer von Skateboards und Rollschuhen“ (DIN EN 1078). Damit deckt sie Skateboards und Rollschuhe ausdrücklich mit ab.

Wichtig: Die EN 1385, die manchmal als „Skate-Norm“ genannt wird, ist die Norm für Helme im Kanu- und Wildwassersport. Für Skateboard-Helme gibt es in den USA die ASTM F1492. Was das für deine Kaufentscheidung bedeutet, erklären wir unten. Mehr zu den Normen im Ratgeber Fahrradhelm-Normen.

Das Thema betrifft vor allem Kinder und Jugendliche, die zwischen Rad, Roller und Skatepark wechseln. Den Überblick über Größen und Passform für alle Kinderhelme findest du im Kinderhelm-Hub.

Zur Einordnung: Bei den 6- bis 14-Jährigen verunglückten im Berichtsjahr 39 Prozent der Kinder mit dem Fahrrad, 8 Prozent aller verunglückten Kinder mit dem E-Scooter. Vier Kinder starben auf dem E-Scooter, 13 auf dem Fahrrad (Destatis, Pressemitteilung vom 10. August 2026). Daten zum Skateboard weist die Mitteilung nicht gesondert aus.

Die Helmtragequote fällt bei Jugendlichen deutlich: 82,8 Prozent bei 6- bis 10-Jährigen, 47,4 Prozent bei 11- bis 16-Jährigen (BASt-Erhebung für 2023). Gerade Jugendliche brauchen deshalb einen Helm, der ihnen gefällt.

Hartschale, Mehrfachaufprall und Norm

Hartschale: was sie leistet

Bei einer Hartschale umschließt eine feste Kunststoffschale den Schaumkern. Im In-Mold-Verfahren wird die dünne Außenschale direkt mit dem Schaum verbunden. Beide Bauarten sind etabliert. Der uvex Kid 3 setzt laut Hersteller auf eine robuste Außenschale und eine EPS-Innenschale. Die Schale macht den Helm kratzfester, einen besseren Schutz leiten wir daraus nicht ab. Dafür fehlen belegte Vergleichsdaten.

Mehrfachaufprall: nur dort, wo die Norm es verlangt

Skateboard-Helme nach ASTM F1492 müssen laut dem Bicycle Helmet Safety Institute mehrere Aufpralle aushalten (Multi-Impact). Fahrradhelme sind dagegen für einen einzelnen Aufprall konzipiert, und jeder Helm gehört nach einem Sturz ersetzt (Das sichere Haus). Die EN 1078 enthält Fallprüfungen auf ebenen und kantigen Amboss-Formen sowie einen Abstreiftest. Ob sie Mehrfachaufprall prüft, ist in den von uns geprüften Quellen nicht belegt, daher machen wir dazu keine Aussage.

Kein Helm in unserer Auswahl gibt in den Herstellerdaten eine ASTM-F1492-Zertifizierung an. Wenn du einen Helm gezielt für häufige Stürze im Skatepark suchst, achte auf diese Angabe auf der Produktseite des Herstellers und frage nach.

EN 1078 und EN 1080

Die EN 1078 gilt für Fahrräder, Skateboards und Rollschuhe. Die EN 1080 gilt für Helme von Kleinkindern (Apotheken Umschau). Für BMX und Skatepark ist in der Regel die EN 1078 die relevante Norm.

Kinder und Erwachsene: wo die Unterschiede liegen

Kinderhelme sind kleiner, leichter und haben Größenbereiche ab etwa 48 Zentimeter. Skater-Looks wie der ABUS XOXO richten sich dagegen an Jugendliche und Erwachsene und decken große Kopfumfänge ab. Bei Kindern zählt zusätzlich, dass der Helm nicht zu schwer wird: Die Fullface-Modelle in unserer Auswahl wiegen laut Hersteller 375 bis 440 Gramm. Das ist deutlich mehr als bei leichten Kinderhelmen mit etwa 230 Gramm.

Die Stiftung Warentest betont, dass der Kopfumfang nur eine grobe Orientierung ist und Helme immer anprobiert werden sollten (test 4/2026). Hilfe bietet der Ratgeber Fahrradhelm-Größe.

Vergleichstabelle: BMX- und Skaterhelme auf einen Blick

Gewichte sind Herstellerangaben. „k. A.“ bedeutet: nicht belegbar. Preise zeigen die Produktboxen mit Zeitstempel.

ModellEinsatzNormRotationsschutzGewicht laut HerstellerGrößen (cm)Licht/VisierExterner Test
ALPINA RupiFullface, MTB-Einstieg, PumptrackEN 1078k. A.375 g50–55abnehmbarer Kinnbügel–Preis prüfen*
uvex Kid 3Rad, Roller, SkateparkEN 1078k. A.360 gS 51–55 / M 55–58nicht angegeben–Preis prüfen*
ABUS YouDrop FFFullface, Trails, SkateparkEN 1078k. A.440 g (Größe S)48–55 (Größe S)abnehmbarer Kinnbügel, Break-away-Schirm– (ADAC prüfte das offene YouDrop: 3,6)Preis prüfen*
ABUS XOXOSkater-Look, City, JugendlicheEN 1078k. A.400 g (Größe M)Gesamtbereich 51–62Tube-Kinnpolster–Preis prüfen*
FISCHER BMXBMX, Inline, Skateboardk. A.k. A.k. A.S/M 54–58integriertes LED-Rücklicht– (ADAC prüfte das Fischer Plus-BMX: 3,5)Preis prüfen*

Worauf es bei BMX- und Skaterhelmen ankommt

Wir gewichten Schutz mit 40 Prozent, Passform mit 25 Prozent, Komfort mit 20 Prozent und Ausstattung mit 15 Prozent. Die Herleitung steht unter So vergleichen wir. Bei Skatehelmen kommt ein fünfter Punkt hinzu: die Norm.

  • Norm: EN 1078 ist Mindestanforderung. ASTM F1492 ist ein Zusatz für Skateboard-Helme und für uns der einzige belegte Hinweis auf Mehrfachaufprall.
  • Passform: Der Helm sitzt waagerecht, ohne zu rutschen. Unter dem Kinn passen ein bis zwei Finger (Apotheken Umschau).
  • Kinnschutz: Fullface-Helme schützen Kiefer und Kinn. Einige haben einen abnehmbaren Kinnschutz und lassen sich als offene Helme nutzen. Mehr zu Fullface-Helmen im Glossar.
  • Gewicht: Je schwerer der Helm, desto stärker der Nacken belastet. Bei Kindern ist das ein Komfortpunkt, kein Schutzargument.
  • Sichtbarkeit: Auch im Skatepark helfen Reflektoren auf dem Weg dorthin.

Die Modelle im Einzelnen

Platz 1
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ALPINA Rupi
Ideal für: Kinder und Jugendliche im MTB-Einstieg, auf Pumptracks und im Bikepark
Vorteile
  • Abnehmbarer Kinnbügel, auch als offener Helm nutzbar
  • Run System zur individuellen Anpassung
  • Extradünne Wandstärke mit Hi-EPS laut Hersteller
Nachteile
  • Nur eine Größe (50–55 cm)
  • Mit 375 g schwerer als offene Kinderhelme
Norm: EN 1078Gewicht: 375 g laut HerstellerGröße: 50–55 cmKinnbügel: abnehmbar
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Der Rupi ist ein Fullface-Helm für Kinder und Jugendliche und wird vom Hersteller als Einstieg ins Mountainbiken beschrieben. Er bleibt mit 375 Gramm leichter als der ABUS YouDrop FF. Ein externes Urteil zum Rupi lag uns nicht vor. Für MTB-Spezialfälle siehe die Seite Fullface-MTB-Helme.

Platz 2
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uvex Kid 3
Ideal für: Kinder, die Rad, Roller und Skatepark mit einem Helm abdecken wollen
Vorteile
  • Robuste Hartschale mit EPS-Innenschale
  • Einhändiger Monomatic-Verschluss
  • Waschbare, herausnehmbare Polster
Nachteile
  • Kein Licht angegeben
  • Keine ASTM-Skate-Zertifizierung in den Herstellerdaten
Norm: EN 1078Gewicht: 360 g laut HerstellerGrößen: S 51–55 / M 55–58 cmVerfahren: Hartschale, EPS-Innenschale
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Der Kid 3 ist die vielseitigste Wahl in dieser Auswahl für Kinder, die nicht nur BMX fahren. Das IAS-System passt den Innenring stufenlos an. Eine Einordnung zur Marke findest du unter uvex.

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Vielseitiger Fullface-Helm für Kinder und Jugendliche: Bietet maximalen Schutz beim Radfahren…

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Platz 3
ABUS YouDrop FFAnzeige
ABUS YouDrop FF
Ideal für: Kinder und Jugendliche im Bikepark oder Skatepark, die Kinnschutz wünschen
Vorteile
  • Abnehmbarer Kinnbügel mit einfachem Mechanismus
  • Break-away-Schirm löst sich per Klett bei Sturz
  • Große Reflektoren, 9 Lufteinlässe und 5 Auslässe
Nachteile
  • Mit 440 g das schwerste Modell hier
  • Größe S (48–55 cm), weitere Größen separat prüfen
Norm: EN 1078Gewicht: 440 g laut Hersteller (Größe S)Größe: 48–55 cmSchirm: Break-away
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Der Break-away-Schirm soll verhindern, dass der Kopf bei einem Sturz in den Nacken schlägt (Herstellerangabe). Das offene ABUS YouDrop ist ein anderes Modell. Es erhielt im ADAC-Vergleich 3,6, vor allem wegen schwacher Stoßdämpfung an der Schläfe und sich lösender Gurtteile (ADAC, ÖAMTC). Diese Kritik lässt sich nicht auf den Fullface übertragen, weil der ADAC ihn nicht geprüft hat.

Platz 4
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ABUS XOXO
Ideal für: Jugendliche und Erwachsene, die einen minimalistischen Skater-Look suchen
Vorteile
  • Tube-Kinnpolster gegen Einklemmen der Haut
  • Waschbare Polster bei 30 Grad
  • Lässt sich zur Entsorgung in Einzelteile zerlegen
Nachteile
  • Nicht speziell für Kinder gedacht
  • Keine Angabe zu Mehrfachaufprall oder ASTM
Norm: EN 1078Gewicht: 400 g laut Hersteller (Größe M)Größen: Gesamtbereich 51–62 cmLook: Skater, matt
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Der XOXO ist ein Cityhelm im Skater-Look. Er richtet sich an Jugendliche und Erwachsene. Kinder unter etwa 12 Jahren finden meist besser passende Modelle. Für den Alltag auf der Straße gibt es zudem die Seite Cityhelme.

Platz 5
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FISCHER BMX
Ideal für: Einsteiger auf BMX, Inlinern und Skateboard mit Kopfumfang 54 bis 58 cm
Vorteile
  • Integriertes LED-Rücklicht plus Reflexaufkleber
  • 11 Lufteinlässe
  • Innenring-System zur Anpassung
Nachteile
  • Normangabe fehlt in unseren Daten, vor dem Kauf prüfen
  • ADAC bewertete das ähnliche Fischer Plus-BMX bei der Stoßdämpfung schlecht
Größe: S/M 54–58 cmLicht: LED-RücklichtNorm: k. A.Einsatz: BMX, Inline, Skateboard
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Der ADAC bewertete das Fischer Plus-BMX mit 3,5 beim Unfallschutz und nannte die Stoßdämpfung schlecht (ADAC). Ob das Plus-BMX und das Fischer-BMX auf Amazon baugleich sind, lässt sich aus unseren Daten nicht entscheiden. Wir nennen ihn als preisbewussten Einstieg und raten, die Normkennzeichnung im Helm zu kontrollieren. Mehr zur Marke unter Fischer.

Fullface für Kinder: wann lohnt sich der Kinnschutz?

Ein Fullface-Helm schützt zusätzlich Kinn und Kiefer. Er lohnt sich dort, wo Stürze nach vorn wahrscheinlich sind: Bikepark, Downhill, Pumptrack mit Sprüngen. Auf dem Weg zur Schule oder im Alltag ist ein offener Helm leichter und kühler. Die beiden Fullface-Modelle in unserer Auswahl haben deshalb einen abnehmbaren Kinnbügel. So nutzt dein Kind denselben Helm im Park mit Kinnschutz und auf dem Rückweg ohne.

Ein belegtes Schutzurteil zu Fullface-Kinderhelmen im Vergleich zu offenen Helmen haben wir nicht gefunden. Wir sagen daher nicht, dass ein Fullface besser schützt als ein offener Helm. Wir beschreiben nur, welche Körperregion er zusätzlich abdeckt.

Break-away-Schirm: kleines Detail, großer Unterschied?

Beim ABUS YouDrop FF löst sich der Schirm laut Hersteller per Klettverbindung, wenn Kinder hängen bleiben oder stürzen. So soll verhindert werden, dass der Kopf in den Nacken schlägt. Das ist eine Herstellerangabe. Eine unabhängige Prüfung dazu liegt uns nicht vor.

So prüfst du die Norm im Helm

Die Angabe auf der Produktseite ist das eine, die Kennzeichnung im Helm das andere. Das CE-Zeichen ist Pflicht (Apotheken Umschau). Du findest es zusammen mit der Normangabe meist auf einem Aufkleber im Helminneren oder an der Polsterung. Prüfe vor der ersten Fahrt Folgendes:

  1. Steht „EN 1078“ im Helm oder auf dem Etikett am Gurt?
  2. Ist das CE-Zeichen vorhanden?
  3. Zeigt der Aufkleber ein Herstellungsdatum? Ältere Helme sollten nicht länger als sechs bis sieben Jahre getragen werden (Das sichere Haus).
  4. Gibt es zusätzlich eine ASTM-F1492-Angabe, falls du Skate-Eignung suchst?

Wenn Angaben fehlen, frage beim Hersteller nach, bevor dein Kind den Helm benutzt. Mehr zum Thema CE-Kennzeichnung im Glossar: CE-Kennzeichnung.

Ein Helm für alles oder getrennte Helme?

Viele Kinder wechseln mehrmals am Tag zwischen Rad, Roller und Skateboard. Ein Helm für alles ist bequem und spart Geld. Er ist sinnvoll, wenn die Norm EN 1078 alle Einsatzzwecke abdeckt und der Helm gut sitzt. Getrennte Helme lohnen sich, wenn:

  • dein Kind im Bikepark Fullface fährt, aber zur Schule einen leichten Helm will,
  • die Passform für beide Einsatzzwecke zu unterschiedlich ist,
  • ein Helm nach einem Sturz ersetzt werden muss und du nicht jedes Mal den Alltagshelm verlieren möchtest.

Für den Alltag bietet unser Kinderhelm-Hub weitere leichte Modelle, zum Beispiel mit LED-Rücklicht für die Dämmerung.

Nach dem Sturz: Helm ersetzen

Nach einem Sturz muss ein Fahrradhelm ersetzt werden, auch wenn keine Schäden sichtbar sind (ADAC, Das sichere Haus). Bei Skatehelmen mit Mehrfachaufprall-Zertifizierung steht der Umgang nach Stürzen in der Herstellerinformation, lies sie genau. Prüfe nach jedem Aufprall Schale, Schaum, Gurte und Verschluss. Bei Rissen, Dellen oder gelockerten Gurten ist der Helm tabu.

Pflege und Haltbarkeit im Skatepark-Alltag

BMX- und Skaterhelme landen häufig im Rucksack, auf dem Boden oder im Gepäckfach. Das beansprucht Schale, Gurte und Polster. Kratzer in der Schale sind kosmetisch, tiefe Risse und Dellen nicht. Wasche die Polster nach Herstellerangabe, zum Beispiel bei 30 Grad beim ABUS XOXO, und lasse sie an der Luft trocknen. Genauere Hinweise stehen im Ratgeber Fahrradhelm reinigen und aufbewahren.

Wie lange ein Helm genutzt werden darf, beschreibt der Ratgeber Haltbarkeit von Fahrradhelmen. Als Faustregel nennt Das sichere Haus sechs bis sieben Jahre. Kinder wachsen oft schneller aus dem Helm heraus. Prüfe deshalb mindestens einmal im Jahr, ob der Kopfumfang noch im Größenbereich liegt.

Zubehör: Mütze, Kappe, Zopf

Kinder tragen im Skatepark gern Kappen oder Mützen. Eine Kappe unter dem Helm verändert den Sitz. Probiere den Helm immer mit der Kopfbedeckung an, die dein Kind tatsächlich trägt. Bei langen Haaren hilft ein höhenverstellbares System am Hinterkopf, wie es etwa ABUS beim YouDrop FF beschreibt. Mehr zu Mützen unter dem Helm im Ratgeber Mütze unter dem Fahrradhelm.

Rad, Roller, Skateboard: gleiche Passform prüfen

Kinder wechseln Rad, Roller und Board oft innerhalb einer Stunde. Ob ein Helm in jeder Haltung sicher sitzt, hängt von Form und Einstellung ab. Prüfe das nicht nur im Stehen, sondern auch in gebückter Haltung, wie sie auf dem Board oder dem BMX typisch ist. Schüttle den Kopf im Stand vor und zurück und drehe ihn seitlich. Rutscht der Helm, ist er zu groß oder falsch eingestellt. Ein Helm, der in einer Haltung sitzt und in einer anderen verrutscht, ist für den Alltag eines aktiven Kindes keine gute Wahl, selbst wenn die Norm stimmt. Die Einstellung erklärt der Ratgeber Fahrradhelm richtig einstellen.

Für wen welcher Helm?

  • Bikepark und Trails: ALPINA Rupi oder ABUS YouDrop FF mit abnehmbarem Kinnbügel. Alle MTB-Themen unter Fullface-MTB-Helme.
  • Alles in einem für Rad, Roller und Park: uvex Kid 3.
  • Jugendliche mit großem Kopf und Skater-Look: ABUS XOXO.
  • Erster Helm mit LED-Licht für BMX und Inliner: FISCHER BMX, Norm vorher prüfen.
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  • Der Helm kann mit oder ohne Kinnschutz getragen werden, je nach Aktivität und gewünschtem Sch…
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  • Außen schlagfest und innen stoßabsorbierend durch die robuste Außenschale und EPS-Innenschale
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  • Das FAS-Gurtband lässt sich leicht und stufenlos exakt an die eigene Kopfform anpassen
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ABUS YouDrop FF
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  • Modern und stabil designter Fullface-Helm für MTB-Trails, Skatepark, Downhill-Touren oder den…
  • Stoßabsorbierender Hartschaum eingeschäumt in eine schlagfeste Außenschale - das In-Mold Verf…
  • Abnehmbarer Kinnbügel ermöglicht Nutzung des Helmes als Open Face Variante

Größe und Passform

Miss den Kopfumfang einen bis zwei Finger über den Augenbrauen. Wähle einen Helm, bei dem der Wert in der Mitte des Größenbereichs liegt. Bei Fullface-Helmen kommt der Sitz von Kinnbügel und Wangenpolstern hinzu. Der Helm darf weder drücken noch beim Kopfschütteln rutschen.

  1. Verstellrad schließen, bis der Helm fest sitzt.
  2. Gurte unter den Ohren als Dreieck einstellen, Kinnriemen mit ein bis zwei Fingern Platz.
  3. Bei abnehmbarem Kinnbügel prüfen, dass er einrastet und nicht wackelt.

Die komplette Anleitung steht im Ratgeber Fahrradhelm richtig einstellen. Hilfe bei der Auswahl bietet der Helmfinder.

Was externe Tests sagen

ADAC und Stiftung Warentest haben im Frühjahr gemeinsam 18 Kinderhelme verglichen. Kein Helm kam über „befriedigend“ hinaus (ADAC, veröffentlicht am 24.03.2026; Stiftung Warentest, test 4/2026). Im ADAC-Vergleich waren das Fischer Plus-BMX (3,5), der ALPINA Carapax Jr. (3,4) und das offene ABUS YouDrop (3,6) unter den schwächeren Modellen. Bei 12 von 18 Helmen war die Stoßdämpfung im Schläfenbereich am schwächsten.

Ein Vergleich zu reinen Skate- oder Fullface-Kinderhelmen mit Mehrfachaufprall lag uns nicht vor. Für diese Kategorie gibt es keine aktuellen Testergebnisse, die wir belegen könnten. Weitere Zahlen bündelt der Ratgeber Fahrradhelm-Testergebnisse.

Zurück zum Überblick: Kinderhelm.

Häufige Fragen

Welche Norm gilt für Skaterhelme?

In Europa gilt für Helme für Fahrrad, Skateboard und Rollschuh die EN 1078. Die EN 1385 betrifft dagegen Helme für den Kanu- und Wildwassersport. In den USA gibt es für Skateboard-Helme die ASTM F1492.

Sind Skaterhelme für mehrere Stürze ausgelegt?

Der ASTM-Skateboard-Standard verlangt laut Bicycle Helmet Safety Institute einen Helm für mehrfache Aufpralle. Für EN-1078-Helme haben wir keinen Beleg. Nach einem Sturz sollte ein Fahrradhelm ersetzt werden.

Kann mein Kind einen Fahrradhelm auch zum Skaten benutzen?

Die EN 1078 deckt Fahrrad, Skateboard und Rollschuhe ab. Ein Helm mit dieser Kennzeichnung ist formal dafür vorgesehen. Wenn dein Kind oft stürzt, lohnt ein Helm mit ASTM-F1492-Angabe.

Brauchen Kinder einen Fullface-Helm für BMX?

Das ist keine Pflicht. Ein Fullface-Helm schützt zusätzlich Kinn und Kiefer. Modelle mit abnehmbarem Kinnbügel wie der ALPINA Rupi und der ABUS YouDrop FF lassen sich auch offen tragen.

Welche Größe soll ein BMX-Helm haben?

Miss den Kopfumfang einen bis zwei Finger über den Augenbrauen und wähle einen Helm, dessen Bereich den Wert enthält. Probiere ihn an und prüfe, dass er nicht rutscht und nicht drückt.

Quellen

  1. DIN EN 1078: Helme für Radfahrer und für Benutzer von Skateboards und Rollschuhen
  2. DIN EN 1385: Helme für den Kanu- und Wildwassersport
  3. Bicycle Helmet Safety Institute: Skate helmets with dual CPSC and ASTM certification (Seite geändert 15. August 2026)
  4. Apotheken Umschau: Harte Schale (Ausgabe 08/2026)
  5. Destatis: Verunglückte Kinder im Straßenverkehr (Pressemitteilung Nr. N055 vom 10. August 2026)
  6. BASt-Helmtragequoten 2023, wiedergegeben von heise online
  7. ADAC: Kinder-Fahrradhelm-Vergleich mit Stiftung Warentest (veröffentlicht 24. März 2026)
  8. Stiftung Warentest: Fahrradhelme für Kinder, test 4/2026 (online 23. April 2026)
  9. ÖAMTC: Kinderfahrradhelm-Vergleich (2026 veröffentlicht, Datum auf der Seite nicht ausgewiesen)
  10. Das sichere Haus: Kompaktinfo Helme und Schutzausrüstung (2017)
  11. Herstellerangaben: ALPINA Rupi, ABUS YouDrop FF und XOXO, uvex Kid 3 (Händlerseiten mit Herstellerdaten)

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